Naturwald im Hochtaunus

Unser Vorschlag: 700 ha Wald ohne jede forstliche Nutzung

Biotopbaum in der Nähe des Fuchstanz
Biotopbaum in der Nähe des Fuchstanz

Die Nationale Biodiversitätsstrategie, die die Bundesregierung mit Zustimmung aller Parteien vor wenigen Jahren beschlossen hat, sieht vor, dass im Wald 5% der gesamten Waldfläche ungenutzt bleiben sollen. In Hessen sind etwa drei Prozent der gesamten Waldfläche derzeit der natürlichen Entwicklung überlassen.

 

Im Wirtschaftswald fehlen die für Naturwälder typischen Alters- und Zerfallsphasen und Biotopbäume. Viele Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die auf solche seltenen Waldstrukturen und eine natürliche Dynamik im Wald angewiesen sind, sind stark in ihrem Bestand bedroht. Der Schutz dieser gefährdeten Arten schließt eine forstliche Nutzung aus. Um die biologische Vielfalt der Wälder hierzulande zu erhalten, ist es unabdingbar, mittelfristig mindestens fünf Prozent der Waldfläche dauerhaft aus der forstlichen Nutzung zu nehmen, langfristig sogar zehn Prozent.

 

 Damit Naturwald-Schutzgebiete alle verschiedenen Entwicklungsstadien von Wäldern dauerhaft sichern können, müssen mindestens Flächen von mehreren Hunderten Hektar geschützt sein. Eine natürliche Walddynamik kann sich nur auf großen Flächen und in großen Zeiträumen vollständig entfalten.

  

Solch ein Naturwaldgebiet von etwa 700 ha Größe haben wir im Jahr 2015 auch im Hochtaunus zwischen Glaskopf, Kleinem Feldberg und Altkönig vorgeschlagen. Leider wurde dieser Vorschlag bisher nicht aufgegriffen.

 

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Gebietsvorschlag_2015.pdf
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