SpeicherWald

Klimaschutzbeitrag von Wäldern ohne forstliche Nutzung

 

 In diesem Verbundprojekt zwischen dem Klima-Bündnis e.V. und dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) wird mit Hilfe von Informationsmaterialien und auf Veranstaltungen der regionale Klimaschutzbeitrag forstwirtschaftlich nicht genutzter Wälder (Naturwälder, „Urwälder von morgen“) dargestellt.

 

Die Bedeutung nicht bewirtschafteter Wälder für den regionalen Klimaschutz soll in das Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit gerückt und grundlegendes Wissen über den Zusammenhang zwischen dem Ökosystem Wald, Klimaschutz und Klimawandel vermittelt werden. Es soll deutlich gemacht werden, dass es auch in Deutschland (Sekundär)Urwälder geben kann.

 

Hierfür wurden fünf Modellregionen in Deutschland ausgewählt, darunter auch der Hochtaunus.

 

Nicht bewirtschaftete Wälder leisten im Vergleich zu Wirtschaftswäldern einen größeren Beitrag zur langfristigen Kohlenstoffspeicherung und damit zum weltweiten Klimaschutz. Insbesondere in den Bäumen selbst und im Mineralboden werden große Mengen an Kohlenstoff gebunden.

 

Neben dieser Klimaschutzfunktion haben nicht bewirtschaftete Wälder eine hohe Bedeutung für den Schutz der biologischen Vielfalt. Eine große Zahl bedrohter Tier- und Pflanzenarten ist auf dien natürliche Alters- und Zerfallsphase des Waldes mit den entsprechend vielfältigen Strukturen angewiesen. So kann ein einziger gefallener Stamm  diversen Spezialisten Arbeit für 200 Jahre bieten. Nicht bewirtschaftete Wälder sorgen daher für die Sicherung und Wiederherstellung wertvoller Lebensräume seltener und für das Ökosystem Wald bedeutsamer Arten.

 

Wälder mit natürlicher Entwicklungsdynamik und hohem Strukturreichtum besitzen durch intakte ökologische Kreisläufe zudem eine besonders gute Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltbedingungen wie den Klimawandel. Durch die hohe Anpassungsfähigkeit wird zugleich sichergestellt, dass Wald auch langfristig auf Flächen mit zum Teile bereits heute problematischen Standortbedingungen (geringe Nährstoffversorgung, geringe Niederschläge, lange Trockenperioden) erhalten bleibt und so weiterhin seine Klimaschutzfunktion erfüllt.

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